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03.02.2021: Annika Hildebrandt (Siegen) - Poeta non doctus. Autorschaftsdiskurse um 1800

Vortrag im Rahmen des Bonner literatur- und kulturwissenschaftlichen Kolloquiums, veranstaltet von Ursula Geitner, Alexander Kling und Christian Moser

Kurzübersicht
Art des Termins
  • Vortrag
Wann 03.02.2021
von 18:15 bis 19:45
Wo digitaler Vortrag per Zoom
Name Alexander Kling
Kontakt E-Mail-Adresse
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 Im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts formierte sich Widerstand gegen traditionelle Konzepte von Autorschaft. Die Kritik am alten Ideal des poeta doctus, das den Dichter als Gelehrten bestimmt hatte, dokumentiert die einsetzende Ausdifferenzierung der Literatur, die zugleich literaturtheoretische Desiderate mit sich brachte: Um 1800 standen deutsche Poeten, Kritiker und Philosophen vor der Frage, wie sich das Merkmal des Ungelehrten positiv füllen ließ, das aus der Abgrenzungsbewegung hervorging. Der Vortrag setzt sich den darauf reagierenden Autorschaftsdebatten auf die Spur und fragt besonders nach der literatur- und diskursgeschichtlichen Funktion von AutodidaktInnen wie Anna Louisa Karsch oder Ulrich Bräker, deren Schreiben im Spannungsfeld von Poetik, Psychologie und Volkspädagogik beobachtet und reflektiert wurde.

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