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22.01.2019 - Hirohiko Soejima (Rikkyo-Universität Tokyo): Tableaux vivants und Tanzmoderne

Eine Veranstaltung im Rahmen der Germanistischen Institutspartnerschaft Bonn – Seoul – Tokio

Kurzübersicht
Art des Termins
  • Vortrag
Wann 22.01.2019
von 18:00 bis 20:00
Wo Übungsraum im 3. OG
Termin übernehmen vCal
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In diesem Vortrag geht es um die Beziehung zwischen dem „Tableau Vivant“ und der Tanzmoderne. „Das lebende Bild“ oder „Tableau Vivant“ ist ein Bild auf der Bühne, das in Anlehnung an die Malerei in erstarrtem Zustand der Schauspieler oder Tänzer entsteht. „Das lebende Bild“ stammt aus Theaterformen des Mittelalters wie Passionsspielen, und entwickelt sich in der Barockoper, im Jesuitentheater und Zauberspiel und später im „ballet d’action“ in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts weiter. Um 1800 wird „Das lebende Bild“ als „Tableau Vivant“ in den gebildeten Kreisen Europas zur Modeerscheinung. Im Laufe des 19. Jahrhunderts dringt dieses „Tableau Vivant“ in die populäre Kulturszene wie ins Kabarett oder in den Zirkus ein. Im ausgehenden 19. Jahrhundert treten die Protagonistinnen der Tanzmoderne wie Loie Fuller oder Isadora Duncan zuerst auf der Kabarettbühne auf und entwickeln
basierend auf dem „Tableau Vivant“ ihre eigenen Choreographien. Noch in den 1920er Jahren gehört das „Tableau Vivant“ zu den choreographischen Repertoires „des modernen Tanzes“. Es wird festgestellt, wie und wieweit das „Tableau Vivant“ bei der Entstehung und Entwicklung der Tanzmoderne mitgewirkt hat.

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