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Interdisziplinärer Workshop mit dem britischen Kulturanthropologen Tim Ingold

Kurzübersicht
Art des Termins
  • Workshop
Wann 20.10.2015
von 13:00 bis 17:00
Wo Senatssaal
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Ingold geht in seinen stark interdisziplinär angelegten Arbeiten von der Prämisse aus, dass für alle Aspekte unseres Lebens die Raumstruktur der Linie zentral ist – nicht als geometrisches Element, sondern als Spur einer Praxis verstanden. Während Raum im Allgemeinverständnis als Container gedacht wird und Organismen als getrennte Entitäten, versteht der britische Anthropologe die Welt als ‚meshwork‘, Prozess und Bewegung: "To human is a verb". Seine Forschung ist dabei relevant mit Blick auf verschiedenste Bereiche – bspw. Wissensdiskurse, Ökologien, Textualität - und findet in den unterschiedlichsten Disziplinen Anklang.

Der geplante Workshop mit Tim Ingold schließt an die im vergangenen Jahr organisierte Tagung 'Peripetie und Peripatetik' an und gliedert sich in zwei Teile.
In einer ersten, nicht öffentlichen Sektion wird die Forschungsgruppe ‚Linienpraktiken und -diskurse‘ ihre Arbeit vorstellen. Die Arbeitsgruppe, bestehend aus Sabine Mainberger, Christian Moser (Bonn), Jörg Dünne (Erfurt), Karin Leonhard (Konstanz), Wolfram Pichler, Esther Ramharter und Richard Heinrich (Wien) analysiert in transdisziplinärer Zusammenarbeit aisthetische, poietische und epistemische Dimensionen von Linienpraktiken und -diskursen.
In einer zweiten Sektion besteht für Masterstudierende sowie DoktorandInnen die Möglichkeit, Fragen zu eigenen Forschungsprojekten zu stellen, die sich an Ingolds Forschung direkt oder indirekt anschließen lassen. In Form von kurzen Impulsreferaten können die eigenen Projekte vorgestellt und die daraus resultierenden Fragen in der Gruppe diskutiert werden. Hierbei handelt es sich jedoch nur um eine Option: Die Veranstaltung kann ohne Anbindung an konkrete Forschungsprojekte besucht werden. Es ist ebenso möglich, Tim Ingold Fragen zu seinen Arbeiten zu stellen, die sich aus der Lektüre ergeben haben.

Im Fokus stehen vor allem die Anwendungsmöglichkeiten von Ingolds anthropologisch grundierter Raumtheorie im Zusammenspiel mit literarischen Texten. Mögliche Themenschwerpunkte könnten sein: 


  • Textur/Textualität
  • Bewegung und Raumproduktion
  • Interdisziplinäre Kontaktstellen zwischen Anthropologie /Ethnologie / Soziologie und Literaturwissenschaft

Hierbei handelt es sich um beispielhafte Vorschläge aus literaturwissenschaftlicher Sicht, alternative Vorschläge und thematische Erweiterungen sind herzlich willkommen. Auch die konkrete Arbeit an Ingolds Texten stellt eine Möglichkeit und Basis für das Kolloquium dar, die entsprechende Textvorlage wird nach Anmeldung zugänglich gemacht.
Da die Veranstaltung während des laufenden Semesters stattfinden wird, müssen nicht zwangsläufig beide Sektionen besucht werden, man kann sich auch bspw. nur für die Studierenden/DoktorandInnen-Sektion anmelden.
An dieser Stelle noch der Hinweis, dass der Workshop aus Rücksichtnahme auf unseren britischen Gast auf Englisch stattfinden wird.

Um Anmeldung wird bis zum 15.09. unter [Email protection active, please enable JavaScript.] gebeten.

 

Programm:


 

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