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16.11.2017: Achim Landwehr (Universität Düsseldorf): Was war Gegenwart? Spuren einer unsicheren Geschichte

Eine Veranstaltung im Rahmen der Ringvorlesung "Interdisziplinarität I" des DFG-Graduiertenkollegs 2291 "Gegenwart/Literatur. Geschichte, Theorie und Praxeologie eines Verhältnisses"

Kurzübersicht
Art des Termins
  • Vortrag
Wann 16.11.2017
von 10:15 bis 11:45
Wo Dekanatssaal der Philosophischen Fakultät
Name Marlen Arnolds
Kontakt E-Mail-Adresse
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Was war Gegenwart? Spuren einer unsicheren Geschichte Unter einer Geschichte der Gegenwart könnte mancherlei verstanden werden (und das "mancherlei" deutet bereits darauf hin, wie unsicher man sich noch auf diesem Feld zu bewegen pflegt). Man könnte darunter eine Begriffsgeschichte verstehen, die den inhaltlichen Verästelungen des Begriffs "Gegenwart" nachgeht. Aber eine solche Begriffsgeschichte existiert bisher nur in Spurenelementen. Man könnte darunter die historische Aufarbeitung desjenigen Zeitraums verstehen, der sich als Gegenwart begreift, also eine Geschichte der jeweils Mitlebenden, wie sie im Deutschen unter der Bezeichnung "Zeitgeschichte" firmiert (ansonsten als "contemporary history" oder "histoire contemporaine" bekannt ist). Aber dann müsste erst einmal klar sein, was für ein Zeitraum diese Gegenwart sein soll. Oder man könnte darunter eine Geschichte der sich jeweils verändernden Konzepte und Auffassungen von Gegenwart verstehen. Aber dann müsste kenntlich gemacht werden, wie man theoretisch und methodisch einer solchen Geschichte beikommen möchte.

Anstatt eine bereits vorfabrizierte Geschichte der Gegenwart in der einen oder anderen Art zu präsentieren, möchte ich in dem Vortrag anhand der genannten Aspekte auf einige Problemfelder eingehen, denen man begegnet, sobald man sich dem Thema "Gegenwart" zuwendet. Ich werde also versuchen, einige Voraussetzungen auszuloten, die sich mit einer historischen Perspektive auf die Gegenwart verbinden (und eine solche Perspektive lässt sich bei der Gegenwart gar nicht vermeiden) - und damit hoffentlich auch zeigen, warum die Frage nach der Gegenwart ungemein ertragreich sein kann.

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