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27. & 28.06.2019 - Tagung "Zwischen Halbwertszeit und Überzeitlichkeit. Geschichte der Wertung literarischer Gegenwartsbezüge"

Eine Veranstaltung des DFG-Graduiertenkollegs 2291 Gegenwart/Literatur. Geschichte, Theorie und Praxeologie eines Verhältnisses

Kurzübersicht
Art des Termins
  • Tagung
Wann 27.06.2019 13:00 bis
28.06.2019 20:00
Wo 27.6. Genscherallee 3, Foyer; 28.6. im Universitätsforum, Heussallee 18-24
Name Marlen Arnolds
Kontakt E-Mail-Adresse
Kontakttelefon 0228/73-3808
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Die Formulierung und Revision literarischer ,Qualitätskriterien‘ bildet eines der Kernelemente normativer Literaturkritik und -geschichtsschreibung. Spätestens seit dem 18. Jahrhundert profiliert sich ein axiologischer Wertmaßstab, der in einem engen Zusammenhang mit der vielfach konstatierten ,Verzeitlichung‘ von Gegenwart steht und seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu einem zentralen Bewertungskriterium literarischer Texte avanciert: Der Bezug zur Gegenwart, die erkennbare Auseinandersetzung mit der eigenen ,Jetztzeit‘. Ob eine vom jeweiligen historischen Standpunkt aus verstandene Gegenwartsnähe von Wertungsinstanzen wie Literaturkritik, -programmatik und Ästhetik als wünschenswert wahrgenommen wird oder nicht, ist für die historisch kontingenten Relationen zwischen Literatur und Gegenwart von kaum zu unterschätzender Bedeutung. Die historischen Transformationen, welche dem Verhältnis von Gegenwart und Literatur zugrunde liegen, wurden in den vergangenen Jahren unter verschiedenen Vorzeichen untersucht und zählen zu den zentralen Forschungsinteressen des DFG-Graduiertenkollegs Gegenwart/ Literatur. Mit der geplanten Tagung wollen wir an diese Vorarbeiten anschließen und das grundlegende Konfliktpotenzial von Gegenwartsbezüglichkeit unter sich wandelnden ‚Qualitätskriterien‘ aus historischer und systematisierender Perspektive untersuchen. Insbesondere Phasen des Übergangs, der Gleichzeitigkeit, Simultanität und Umdeutung der Wertung von Literatur und Gegenwart sollen im Rahmen der Tagung ausgeleuchtet werden, um die Aushandlungsprozesse sichtbar zu machen und literaturgeschichtliche Zuordnungen zu hinterfragen.

 

Orte: 27.6. Genscherallee Foyer; 28.6. im Universitätsforum, Heussallee

Veranstalter*innen: Sven Bordach, Carsten Rommel, Elisabeth Tilmann, Jana Vijayakumaran, Jian Xie

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