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Freie Plätze im Seminar "Sport in der 'schöngeistigen' Literatur"

ein Seminar im Vertiefungsmodul C5d Intermedialität

„Wem Sport 'am Herzen liegt', der sucht ihn auf Plätzen und Wassern, nicht auf dem Papier, der sucht ihn in der Wirklichkeit, nicht in der 'Dichtung'. Denn er ist Gegensatz zur Dichtung, Feind des Papiers.” (Franz Matzke, 1930) Literatur scheint laut dieser Diagnose als Medium, in das Sport eingeschrieben wird, untauglich zu sein. Dieses Vorurteil ist bis in die Gegenwart nicht gänzlich auszurotten, zumal es komplexe intermediale Berührungspunkte zwischen beiden gibt. Im Seminar soll erarbeitet werden, wie vielgestaltig die Beziehung Sport und Literatur ist. Wir können also getrost von der folgenden These ausgehen:
„Sport gegen Literatur – Halbzeitstand 0:0 Richtiger Typ: X.“ (T. Podgorski)
Das „X”, das es zu entschlüsseln gilt, ist vor allem auf die Auswertung und Ausdeutung der Primärtexte angelegt. Das intermediale Spektrum erstreckt sich nach einem kurzen Gastspiel im 18. und 19. Jahrhundert (Klopstock, Goethe, Kleist, C. F. Meyer) schwerpunktmäßig auf den Zeitraum zwischen 1900-2017.


Literatur:
Caysa, Volker (Hg.), 1996: Sport ist Mord. Texte zur Abwehr körperlicher Betätigung. Leipzig.
Leis, Mario 2000: Sport in der Literatur. Frankfurt am Main.
Nutt, Harry 1990: Kampf bis zur Linie. Sport und Literatur. In: Merkur 44, S. 258-264.
Pfeiffer, Karl Ludwig, 1999: Der spektakuläre und der verschwindende Körper: Sport und Literatur. In: ders.: Das Mediale und das Imaginäre. Dimensionen kulturanthropologischer Medientheorie. Frankfurt am Main, S. 437-596.

 

Verantwortlicher: Dr. Mario Leis (mleis@uni-bonn.de)

 

Donnerstags, 16h-18h, Hauptgebäude - Bibliotheks- und Arbeitsraum VI

 

Studierende, die gerne noch an diesem Seminar teilnehmen möchten, können sich nach Absprache mit dem Dozenten in der Nachmeldephase Ende Oktober für das Seminar anmelden.

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