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Veranstaltungen im Bonner literatur- und kulturwissenschaftlichen Kolloquium

  • 13.01.2021: Claude Haas (Berlin): Der historische Roman in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur

Obwohl sich unsere Zeit nicht durch Krisen- oder auch nur Ereignisarmut auszeichnet und die Gegenwart AutorInnen eigentlich ausreichend Stoff bieten müsste, ist der historische Roman in den letzten Jahren einmal mehr zu einem bedeutenden Genre der deutschsprachigen Litera-tur aufgestiegen. Bemerkenswert scheint v.a., dass viele dieser Texte ihre Attraktivität nicht (mehr) aus einer Identifikation von Geschichte und Gegenwart zu beziehen versuchen, son-dern auf Abschottung und Verweigerung setzen. Anstelle naheliegender Griffe in die Mot-tenkisten der Ideologiekritik ('Eskapismus' etc.) versucht der Vortrag unaufgeregt über mögli-che Leistungen, Symptomatiken und Funktionen der aktuellen Strömung nachzudenken. Ob es wohl Auflösungserscheinungen des guten alten Kollektivsingulars 'Geschichte' sind, die am Ursprung der neuen alten Faszination der Form stehen? Leben wir vielleicht – trotz allem – immer noch in der posthistoire?
 

  • 21.04.2021: Erhard Schüttpelz (Siegen): Tools-to-Theory. Die Anfängerübungen der Literaturinterpretation und ihre langfristigen Folgen 
 
  • 15.12.2021: Moritz Baßler: Jenseits des Midcult - produktive Optionen im Populären Realismus 

Ein paar Fallstudien zur aktuellen Gegenwartsliteratur sollen die grundsätzliche Frage bearbeiten, welche produktiven Potenziale in einem Verfahrensrealismus stecken, der auf Textebene per definitionem mit Automatismen arbeitet. Gibt es eine Art poetischer Funktion auf zweiter, inhaltlicher Ebene?

 

 

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