One Two
Sie sind hier: Startseite Abteilung Personal Stöckmann, Ingo Forschung Von den reinen Formen. Die formalistische Ästhetik des 19. Jahrhunderts

Von den reinen Formen. Die formalistische Ästhetik des 19. Jahrhunderts

Prof. Dr. Ingo Stöckmann

Die an Johann Friedrich Herbart anschließende formale (bzw. formalistische) Ästhetik (Zimmermann, Griepenkerl, Bobrik, Flügel) hat bis heute keinen Eingang in den Kanon der ‚großen‘ philosophischen Ästhetik gefunden. Gleichwohl hat sie eine eminente Nachwirkung in den verschiedensten Theoriebegründungen und Disziplinen (Formalismus und Strukturalismus, Wiener Schule der Kunstwissenschaft, Piercescher Pragmatismus, Musikwissenschaft) entfaltet. Auch die Entstehung der ‚ersten‘ Kulturwissenschaften um 1900 ist ohne das disziplinäre Funktionsmodell des ‚formalistischen‘ Herbartianismus nicht denkbar. Insofern geht es dem Projekt um ein unsichtbar gewordenes Voraussetzungssystem unserer Moderne. Konstituiert hat es sich im Zeichen eines Begriffs der ‚reinen‘ Form – einer Form, die nicht mehr inhaltlich, sonder nur mehr relational und funktionalistisch bestimmt ist.


Publikationen zur Geschichte und Theorie der Form:

  • Form, Theorie, Methode. Die formale Ästhetik des 19. Jahrhunderts. In: DVjs 89 (Herbst 2015) (65 S.).
  • Der Wille zum Willen. Der Naturalismus und die Gründung der literarischen Moderne 1880 – 1900. Berlin, New York: de Gruyter 2009 (Quellen und Forschungen Bd. 52).
  • Die Souveränität der Literatur. Zum Totalitären der Klassischen Moderne 1900 – 1933. München: Fink 2008 (Hg., mit Uwe Hebekus).
  • Einleitung (mit Uwe Hebekus). In: Die Souveränität der Literatur. Zum Totalitären der Klassischen Moderne 1900 – 1933. München: Fink 2008. S. 7-17.
  • Sammlung der Gemeinschaft, Übertritt in die Form. Ernst Jüngers Politische Publizistik und „Das abenteuerliche Herz“ (Erste Fassung). In: Die Souveränität der Literatur. Zum Totalitären der Klassischen Moderne 1900 – 1933. München: Fink 2008 S. 189-220.
  • Entscheidungsspiele – Opferspiele. Rilkes Prager Einakter. In: Almut Todorow / Manfred Weinberg (Hg.): Prag als Topos der Literatur, der Künste und der Politik. Olmütz: Olmützer Universitätsverlag (15 S.).
  • Psychophysisches Erzählen. Der Wille und die Schreibweise der Nerven bei Hermann Conradi. In: Maximilian Bergengruen / Klaus Müller-Wille / Caroline Pross (Hg.): Neurasthenie. Die moderne Krankheit und die Literatur der Moderne. Freiburg/Brsg.: Rombach 2010. S. 289-312.
  • Ästhetischer Pantheismus, Wille zur Kunst, schwebende Gestalt. Georg Simmels Naturalismus-Rezeption zwischen Kultursoziologie und Lebensphilosophie. In: IASL 32 (2007). Heft 2. S. 93-115.
  • Das innere Jenseits des Dialogs. Zur Poetik der Willensschwäche im intimen Drama um 1900 (Gerhart Hauptmann, Johannes Schlaf). In: DVjs 81 (2007). Heft 4. S. 584-617.
  • Im Allsein der Texte. Zur darwinistisch-monistischen Genese der literarischen Moderne um 1900. In: Scientia Poetica 9 (2005). S. 263-291.
  • Vor der Literatur. Eine Evolutionstheorie der Poetik Alteuropas. Tübingen: Niemeyer 2001 (Communicatio Bd. 28).
  • Ästhetik. In: Thomas Anz (Hg.): Handbuch Literaturwissenschaft. 3 Bde. Bd. 1: Gegenstände und Grundbegriffe. Stuttgart, Weimar: Metzler 2007. S. 465-491.
  • Artikel „Poetik“. In: Metzler Lexikon Ästhetik. Hg. von Achim Trebeß. Stuttgart: Metzler 2006. S. 296-297.

Lehre:

  • Übung: Barocklyrik, SS 2010
  • Übung: Transformationen des Lyrischen: Barock – Aufklärung – Empfindsamkeit, WS 2010/11

 

  • Seminar: Eine Erfindung der Kulturwissenschaft: Georg Simmel, SS 2011
  • Seminar: In Kürze. Dramatische Kurzformen um 1900, WS 2010/11

 

  • Oberseminar: Deutsche Lyrik seit Klopstock als Paradigma der Form (mit PD Dr. Jürgen Brokoff), SS 2011
  • Oberseminar: Lyrik und Form im 20. Jahrhundert (mit PD Dr. Jürgen Brokoff), WS 2011/12 (angekündigt)

 

  • Vorlesung/Plenum: Lebenskunst – Staatskunst. Theorie der Avantgarde, WS 2010/11
  • Vorlesung/Plenum: Geschichte(n) der Form. Grundpositionen von Poetik und Ästhetik, WS 2011/12 (angekündigt)

Artikelaktionen
Benutzerspezifische Werkzeuge