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AG 14 DGfS-Jahrestagung 2019

Variation in der Argumentstruktur des Deutschen. Empirische und theoretische Perspektiven im Spannungsfeld von Valenz und Konstruktion

6.-8. März 2019 Universität Bremen

 

Beschreibung:

Die grammatiktheoretische Modellierung der Argumentstruktur im Deutschen ist dann besonders problematisch, wenn Variation erklärt werden soll. In jüngerer Zeit wurden neben rein projektionistischen Analysen auch immer wieder ergänzend konstruktionistische Perspektiven herangezogen (z. B. Herbst 2014; Müller & Wechsler 2014). Dabei stehen beide Modelle oftmals nur als unabhängige Erklärungsvarianten nebeneinander. Ziel der AG ist es, die Grenzen zwischen Valenz und Konstruktion im Deutschen zu konkretisieren, empirisch zu überprüfen und Möglichkeiten zur Integration beider Modelle zu diskutieren.
Mögliche Phänomenbereiche sind u. a.:

- Komplementweglassungen (z. B. bei direktivem Infinitiv sofort ausmachen)
- Komplementmodifikation (z. B. Lokativalternation Eva belud den Wagen mit Heu vs. Eva lud Heu auf den Wagen)
- Komplementerweiterungen (z. B. Caused-Motion-Construction Eva niest die Serviette vom Tisch).

Unsere Kernfragen lauten:

1) Wo zeigt sich Variation in der Argumentstruktur des Deutschen?
2) Wie ist sie grammatiktheoretisch zu modellieren?
3) Wie kann eine empirisch fundierte Antwort auf 1) und 2) aussehen?

Ein möglicher Ansatzpunkt sind die von Jacobs (2009) vorgeschlagenen Kriterien zur Valenz- bzw. Konstruktionsbindung. Neben theoretischen Ansätzen sind empirische Arbeiten, z. B. neuro-, psycho- und korpuslinguistische Studien, willkommen.

Herbst, Thomas. 2014. The valency approach to argument structure constructions. In Constructions - collocations - patterns, Thomas Herbst, Hans-Jörg Schmid, Faulhaber & Susen (Hgg.), 167–216. Berlin, Boston: de Gruyter.
Jacobs, Joachim. 2009. Valenzbindung oder Konstruktionsbindung? Eine Grundfrage der Grammatiktheorie. Zeitschrift für germanistische Linguistik 37 (3): 490–513.
Müller, Stefan & Stephen Wechsler. 2014. Lexical approaches to argument structure. Theoretical Linguistics 40 (1-2): 1-76.

 

Organisation:
Robert Külpmann (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)
Laura Neuhaus (Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn)
Vilma Symanczyk Joppe (Bergische Universität Wuppertal)


Invited speaker:
Stefan Müller (Humboldt-Universität Berlin)

 

Call for papers:

Die AG richtet sich an Linguist(inn)en, die zur Beantwortung einer oder mehreren der unter (1-3) genannten Kernfragen beitragen möchten. Auch Beiträge von Kolleg(inn)en, die am Beginn ihrer Karriere stehen, sind herzlich willkommen. Wir bitten um Abstracts für 30-minütige Vorträge (20 Minuten Präsentation / 10 Minuten Diskussion). Der Abstract sollte 3500 Zeichen (inkl. Leerzeichen, exkl. Grafiken, Tabellen und Literaturangaben) nicht überschreiten. Die AG-Sprache ist Deutsch. Im Anschluss an den Workshop ist eine gemeinsame Publikation geplant.
Auf Bitte der DGfS weisen wir Sie darauf hin, dass gemäß DGfS-Richtlinien Referenten nicht in mehreren AGs vortragen sollen (Ko-Vorträge sind davon ausgenommen).
Bitte senden Sie Ihr Abstract bis spätestens zum 31. Juli 2018 an [Email protection active, please enable JavaScript.]. Wir freuen uns auf Ihre Einsendungen und benachrichtigen Sie bis spätestens zum 31.08.2018, ob Ihr Vorschlag angenommen wurde.

 

Für DGfS-Mitglieder mit geringem Einkommen gibt es Reisestipendien zu vergeben. Bitte richten Sie Ihre diesbezügliche Korrespondenz an die Vorsitzende des Programmausschusses Svetlana Petrova [Email protection active, please enable JavaScript.].
 

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