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Minnesang im Frauendienst Ulrichs von Liechtenstein (Arbeitstitel)

Huanmiao Zhang

Der Frauendienst Ulrichs von Liechtenstein ist ein Sonderfall der deutschen Literatur des 13. Jahrhunderts durch sein autobiographisches Erzählmodell einerseits und seine Mischform aus Lyrik und Epik, Vers und Prosa andererseits. Der Ich- Erzähler enfaltet in chronologischer Reihenfolge die Geschichte eines Ritters namens Uolrich von Liehtenstein, wie er mit Turnieren, Liedern, Briefen und Büchlein in zwei aufeinander folgenden Phasen um die Minne zweier Damen wirbt. In die Erzählung sind in der einzigen vollständigen Frauendienst-Handschrift M (München, cgm 44) 54 Liedern und ein Leich eingelegt.

Mein Dissertationsvorhaben widmet sich der Einbettung der Lieder in den Erzählzusammenhang. Die Liedanalyse erfolgt unter den Kriterien Gattung, Metrik und Form, Leitwort und Leitmotiv, Ausdrucksmittel, Gestalt und Kontext. Dadurch soll die Frage beantwortet werden, mit welchen literarischen Verfahren der Autor die Lieder in den epischen Text inseriert hat, um so das Verhältnis von Liedern und Narration genauer zu bestimmen und ihre Funktionen für die Erzählung auszuloten.

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