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Nachruf auf Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Beck

Am 7. Juni 2019 verstarb in München Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Beck.

Am 7. Juni 2019 verstarb in München Prof. Dr. Dr. h.c. Heinrich Beck.

Heinrich Beck wurde am 2. April 1929 in auf dem väterlichen Hof in Nördlingen-Dürrenzimmern geboren, wo er mit vier Geschwistern aufwuchs. Nach seinem Abitur machte er vorerst in Lauingen eine Volksschullehrerausbildung, seit 1949 studierte er in München und Reykjavík Germanistik, Skandinavistik und Sprachwissenschaft, ein Jahr verbrachte er als Austauschstudent in den USA. 1962 promovierte er in München mit der Dissertation Das Ebersignum im Germanischen. 1967 habilitierte Beck sich in München mit den Studien zum Altgermanischen. Von 1968 bis 1978 hatte Beck eine Professur für ältere Germanistik und Nordistik an der Universität Saarbrücken inne, und von 1978 bis zu seiner Emeritierung 1994 lehrte er als ordentlicher Professor für ältere Germanistik unter Einschluss des Nordischen an der Universität Bonn. Becks Hauptarbeitsgebiet waren Fragen der germanischen, bzw. altnordischen Literatur und Kultur, sowie der Germanischen Altertumskunde insgesamt, aber auch des altnordischen Rechtssystems sowie sprachwissenschaftliche Untersuchungen im Bereich der Lexik und Syntax. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Wissenschaftsgeschichte, wo er umfangreiche Bände mit Forscherbriefwechseln aus der Frühzeit des 20. Jahrhunderts publizierte. Beck war von 1968 bis 2008 einer der drei Herausgeber und Autor zahlreicher Artikel der 2. Auflage des Reallexikons der Germanischen Altertumskunde (RGA), das 2008 mit 37 Bänden (und 110 Ergänzungsbänden) abgeschlossen werden konnte.

Beck war seit 1982 Korrespondierendes Mitglied der Philologisch-Historischen Klasse der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, 1988 erhielt er das Ritterkreuz des Isländischen Falkenordens, und 2002 die Ehrendoktorwürde der University of Minnesota, Minneapolis.
Heinrich Beck hinterläßt eine Tochter und zwei Enkelkinder seines im April tödlich verunglückten Sohns.

Mit Heinrich Beck verliert die Fakultät einen höchst seriösen, dabei außerordentlich fleißigen Forscher, der stets korrekt war, auch in der Lehre und gegenüber seinen Studenten.
 

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