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Graphismen und Literatur

Prof. Dr. Sabine Mainberger

‚Graphismen‘ heißen Spuren vielfacher graphischer Betätigung, die in Texte hervorbringenden Arbeitsprozessen anfallen und sich weder als Schrift noch als Bild verrechnen lassen, wie Schemata, Diagramme, Pfeile, topographische Skizzen u.a.m. Im veröffentlichten, gedruckten Endprodukt tauchen sie eher selten auf, sie finden sich dagegen im paratextuellen Umfeld. In der Regel kommen sie nicht ohne verbale Begleitung aus. Diese Beziehung aber ist eine meist nicht einfache: Sagen/Schreiben und Zeigen kooperieren und konkurrieren. Das Vorhaben besteht darin, derartige nicht oder wenig bekannte Phänomene zu entdecken und wissenschaftlich zu erschließen. Die Hypothese ist, dass die in der Regel gering geschätzten oder nur als Kuriosum, Ornament o.ä. geltenden Graphismen wichtige und vielfältige Leistungen erbringen. Fallstudien können das zeigen.

Bisherige Publikationen von Sabine Mainberger dazu (Auswahl):

  • (vorauss. 2013) Ein Leben in Grundrissen oder Stendhals geometrisierte Kindheit. Zu Vie de Henry Brulard (angenommen von Poetica. Zeitschrift für Sprach- und Literaturwissenschaft)
  • (2011) Schreiben, Zeichnen, Denken. Zu vier Skizzen Robert Musils aus dem Nachlaß zum Mann ohne Eigenschaften, in: Zeitschrift für Deutsche Philologie 130.2, 217-244.
  • (2009) Le parti pris du trait. Zu Paul Valéry und Leonardo da Vinci, in: Poetica. Zeitschrift für Sprach- und Literaturwissenschaft 41.1-2, 127‑159.
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