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02.11.2017 – Takashi Sakamoto (Rikkyo-Universität Tokio): Transformationen der Göttinnen in Japan und Europa

Vortrag im Rahmen der Germanistischen Institutspartnerschaft Bonn - Seoul - Tokio (GIP)

Kurzübersicht
Art des Termins
  • Vortrag
Wann 02.11.2017
von 16:00 bis 18:00
Wo Bibliotheks- und Arbeitsraum IV
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In diesem Vortrag geht es darum, den Sinn der geschichtlichen sowie bildlichen Transformationen der Fruchtbarkeitsgöttin im Bereich des Abendlands sowie des Morgenlands nachzufolgen. Die in allen Gebieten der Welt beobachteten Fruchtbarkeitsgöttinnen erfuhren im Lauf der geschichtlichen Zeit vielschichtige synkretistische Fusionen. Die Göttin Isis, die schon in Ägypten viele verschiedene göttliche Charaktere in sich vereint hatte, fusionierte sich weiter mit der Diana zu Ephesus, die ihrerseits noch an die alte Verehrung der Erde-Mutter erinnern lässt. Diese alte Erinnerung lebt weiter in Anlehnung an die Gestalt von Maria, Mutter Gottes. Andererseits verehrten die japanischen Krypto-Christen unter der strikten Unterdrückung doch heimlich das Bild der Maria, die durch eine Tarnung als die buddhistische Gottheit (Kannon) den Ikonoklasmus durch die Behörde fliehen konnte, nachdem das Christentum 1614 in Japan durch die Edo-Monarchie öffentlich verboten wurde. Dieser sogenannte Maria-Kannon aber war vorher bildlich als Koyasu-Kannon entstanden, der die Verschmelzung von der vom Altertum her in Japan überlieferten einheimischen Erde-Mutter und der buddhistischen Göttin ist, die weit fern im alten Iran sowie Indien wurzelt. Neben diesem in der modernen Zeit neu entstandenen göttlichen Bild wird weiter eine traditionelle Fruchtbarkeitsgöttin Japans, d.h. Benzaiten, vorgestellt.

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