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Nachruf auf Prof. Dr. Kurt Wölfel (*22. Mai 1927 - † 09. August 2021)

Das Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft trauert um Professor Wölfel

Die Philosophische Fakultät und das Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn trauern um


Prof. Dr. Kurt Wölfel

* 22. Mai 1927 † 09. August 2021


Kurt Wölfel studierte die Fächer Germanistik, Geschichte und Philosophie an der Universität Würzburg, wo er 1951 mit einer Arbeit über August von Platen promoviert wurde. Er habilitierte sich 1963 mit einer Studie zum Konzept der Laune in der Literatur des 18. Jahrhunderts für das Fach Neuere deutsche Literaturgeschichte. Nach der Umhabilitation zum Fach Deutsche Philologie, die im selben Jahr in Göttingen erfolgte, war Wölfel zunächst als Diätendozent an der Universität Göttingen tätig, ehe er 1964 an der Universität Erlangen-Nürnberg eine ordentliche Professur für Neure deutsche Literaturgeschichte übernahm. Von 1982 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1992 lehrte und forschte Kurt Wölfel als ordentlicher Professor für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Universität Bonn. Im Mittelpunkt seiner wissenschaftlichen Arbeit stand neben der Literatur und Ästhetik des 18. und 19. Jahrhunderts das Werk des Dichters Jean Paul, den er als kongeniale Kontrastgestalt zu den Repräsentanten der Weimarer Klassik ins Blickfeld der Forschung rückte. Wölfel war von 1966 bis 1997 Präsident der Jean-Paul-Gesellschaft, die ihm in Anerkennung seiner großen Verdienste die Ehrenmitgliedschaft verlieh. Er hatte Gastprofessuren an der University of California (Riverside) sowie an der University of Michigan (Ann Arbor) inne und war 1993/94 Fellow am Wissenschaftskolleg Berlin.
Mit Kurt Wölfel verliert die Universität Bonn einen herausragenden Vertreter seines Fachs. Seine Publikationen zu den Schlüsselfiguren der deutschen Literatur um 1800 (Lessing, Wieland, Schiller, Jean Paul, Kleist) sowie seine grundlegenden Forschungen und Sammlungen zur Dichtungstheorie des 18. Jahrhunderts haben ihm national wie international hohes Ansehen verschafft.
Die Universität Bonn und ihre Philosophische Fakultät sowie das Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft werden Kurt Wölfel stets ein ehrendes Andenken bewahren.

 

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